Häufig gestellte Fragen

1. Was sind typische Symptome einer Infektion mit Helicobacter pylori?

Wenn Sie regelmäßig oder dauerhaft leiden an

  • Oberbauchschmerzen
  • Druck- und Völlegefühl
  • Übelkeit, Brechreiz oder Luftaufstoßen
  • Mundgeruch
  • frühzeitigem Sättigungsgefühl
  • Blähgefühl im Oberbauch oder Blähungen

kann dies ein Hinweis auf eine Infektion mit Helicobacter pylori sein. Ihr Arzt kann das einfach, schnell und mit Sicherheit feststellen. Sprechen Sie ihn beim nächsten Termin doch einfach darauf an.

 

2. Besteht die Gefahr einer Neuansteckung mit Helicobacter pylori nach durchgeführter Therapie?

Die Gefahr einer erneuten Ansteckung liegt nach einer erfolgreich durchgeführten Tripeltherapie in Deutschland in der Regel unter 0,3%. Das ist auf die hierzulande herrschenden guten hygienischen Bedingungen zurückzuführen.

 

3. Kann bei festgestellter Helicobacter pylori–Infektion der Partner angesteckt werden?

In der Regel nicht. Die Ansteckungsgefahr im Erwachsenenalter ist äußerst gering - die meisten Infektionen erfolgen schon in früher Kindheit. Deshalb muss der Partner auch grundsätzlich nicht mittherapiert werden.

 

 

4. Können Eltern mit einer Helicobacter pylori–Infektion Ihre Kinder anstecken?

Grundsätzlich ja. Das gilt für kleinere Kinder bis ca. zum 5. Lebensjahr, deren Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist. Das ist in der Regel jedoch nicht problematisch. Die Infektion verläuft im Kindesalter meistens ohne Symptome, so dass meistens erst im Erwachsenenalter Handlungsbedarf besteht.

 

5. Warum sind in der Kombinationspackung zwei Antibiotika enthalten?

Reicht eines nicht aus?

Bei der Tripeltherapie wird eine Kombination aus drei verschiedenen Wirkstoffen eingesetzt:

  • Ein Protonenpumpenhemmer, der die Produktion der Magensäure herabsetzt und damit zunächst für Beschwerdefreiheit sorgt. Zusätzlich schafft das veränderte „Milieu“ im Magen optimale Voraussetzungen für den Einsatz von Antibiotika.
  • Zwei Antibiotika, um den Erreger restlos abzutöten und zu beseitigen. Das erste Antibiotikum hemmt das Wachstum von Helicobacter pylori oder hindert das Bakterium daran, bestimmte lebensnotwendige Stoffwechselprozesse durchzuführen. Das verhindert zunächst, dass der Erreger sich weiter vermehren kann. Das zweite Antibiotikum tötet Helicobacter pylori zuverlässig ab und unterstützt das Immunsystem dabei, den Keim restlos zu beseitigen.

 

Nur durch die Kombination dieser drei Wirkstoffe wird die Infektion zuverlässig bekämpft. Die unvollständige Einnahme der Medikamente ist einer der häufigsten Gründe für Therapieversager und damit Reinfektionen.



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